Die Urwaldkaffee GmbH

Kaffeeblüte 06

Logo_ohne_Hintergrund_PantoneVielleicht haben Sie sich bereits über einige der Fotos auf diesen Seiten gewundert. Die meisten sind von Oliver Driver in den Bergen Kolumbiens gemacht.

Die URWALDKAFFEE GmbH wurde 2014 von Oliver Driver als geschäftsführendem Gesellschafter gegründet, um in Partnerschaft mit indigenen Völkern erstklassigen Kaffee in Europa anzubieten, der Sinn macht.

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Seit April 2015 importieren und verarbeiten wir gemeinsam mit den Kogi-Indianern den vielleicht nachhaltigsten Kaffee der Welt, den es in ganz Europa nur bei Urwaldkaffee und ausgewählten Händlern und Cafés gibt. Das konventionelle Modell des Kaffeehandels von Verkäufer und Käufer versuchen wir durch einen ganzheitlichen Ansatz zu ersetzen.

Das Projekt CAFÉ KOGI ist kein Handel unter Geschäftsleuten, sondern eine Partnerschaft von Kaffeebauern, den geistigen Oberhäuptern der Kogi, dem deutschen Partner Oliver Driver, Röster und Konsumenten. Wir wollen weg von einer Kette des Handels hin zu einer Gemeinschaft Produzent – Verbraucher.

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Mit jeder Bohne frisch gerösteten Kaffees, mit jeder Tasse Kaffee, verbinden sich Menschen in Europa mit Men-schen in der Sierra Nevada de Santa Marta, die ihr Herzblut in diesen Kaffee gesteckt haben. Wir unterstützen ein außergewöhnliches Volk dabei, dass es seine sehr wichtige Botschaft über den Umgang mit der Erde weiter-geben und so auch die eigene Kultur erhalten kann.

Nahezu wild wachsender Waldkaffee wie CAFÉ KOGI wirft nur geringe Erträge ab, dafür ist das Aroma konzen-trierter und intensiver. Im Laufe von Jahrzehnten hatten die Kaffeebäume viel Zeit, langsam und in Ruhe zu wachsen und sich optimal an ihren Standort anzupassen. Mit viel Liebe schützen die  Kogi diese wertvollen Bäume, begehen Rituale und greifen so wenig wie möglich in die Natur ein.

DAS LAND DER KOGI

Der Kaffee kommt aus der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens. Die Sierra ist das höchste Küstengebirge der Erde. Hier treffen auf einem Streifen von 50 Kilometer Breite traumhafte karibische Strände und tropisch feuchter Dschungel auf trockene Wüsten, Nebelwald und mit ewigem Eis bedeckte Berge mit 5800 m Höhe. Die Sierra ist ein Abbild der Klimazonen der Erde, für die Kogi ist sie das Herz der Welt.

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Behütet von kalashe, dem Gott des Waldes und der Bäume, und den Schatten der anderen Bäume, hat jede Kaffeebohne viel Zeit zu reifen und sich zu entwickeln. An steilen Berghängen und dennoch nahe am karibi-schen Meer wächst der Kaffee in einem einzigartigen Klima, welches für intensive Aromen sorgt.

Die Kogi leben noch wie vor Hunderten von Jahren bewusst sehr einfach und bescheiden. 1600 Familien bauen diesen Kaffee an, um mit den Einnahmen ihre heiligen Stätten zurückzukaufen. Es geht ihnen nicht darum, Geld zum Kauf alltäglicher Dinge zu haben, denn sie haben alles, was sie brauchen. Die geistlichen Oberhäupter der Kogi, die Mámas, wissen jedoch, dass sie ihre Kultur nur retten können, wenn sie ihr altes Land und insbesonde-re ihre heiligen Stätten wieder besitzen und sich so besser vor unserer westlichen Zivilisation schützen können. Sie brauchen diese Stätten, um in ihre Aufgabe als Hüter der Erde zu erfüllen.

Diese besonderen Plätze sind Berge, Felsen, Flussmündungen, eine Quelle, ein Bergsee oder ein Teich. Sie wer-den sorgsam behütet und geschützt. Im Gegensatz zu unserer Kultur, die Aussichtsplattformen an diese Stellen baut, lassen die Kogi diese heiligen Orte und die dortige Natur einfach in Ruhe.

DIE ERNTE

Einmal jährlich werden die Kaffeekirschen von den Kogi einzeln von Hand gepflückt, vor Ort mit einer manuell betriebenen Mühle vom Fruchtfleisch befreit und fermentieren dann in großen Bottichen für 12 – 18 Stunden (fully washed). Jeder Kogi, der Kaffee für CAFÉ KOGI liefert, wurde einzeln in der Verarbeitung ausgebildet. Danach trocknet der Kaffee in der tropischen Sonne auf Schilfmatten. Jede Familie der Kogi erntet nur wenige Säcke voll Kaffee, die sie auf Eseln oder Maultieren in einem Marsch von bis zu 12 Stunden zu der Bodega (Zwi-schenlager) bringt. Dort wird der Kaffee weiter getrocknet und in einer Trilladora (Mühle) vom Pergamino, der Haut, befreit und nach Größen sortiert. Abschließend wird der Kaffee von Hand nochmals sortiert, so dass Steine und Fehler wie beschädigte oder faule Bohnen nicht den Geschmack beeinträchtigen.

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Statt Dünger und Pestiziden setzen die Kogi die Kraft ihrer Gedanken zum Wohle der Natur ein. Vor der Ernte und auch während der Wachstumsphase arbeiten sie mit Ritualen („pagamientos“) um den Kaffee optimal reifen zu lassen. Sehr selbstbewusst verzichten die Kogi auf Bio-, Öko- oder Fairtrade-Siegel. Sie sagen: „Warum sollten wir uns von Euch, die Ihr die Erde schädigt, zeigen lassen, wie man mit der Natur umgeht?“

Sie konnten sich all den Beratern und Verkäufern widersetzen, die ihnen hochgezüchtete oder genmanipulierte Kaffeesorten, künstliche Dünger oder Pestizide verkaufen wollten. Sie arbeiten in Partnerschaft mit der Natur und Mutter Erde. Sie wissen, dass die Natur die richtigen Entscheidungen trifft. Und wenn einmal Schädlinge auftreten, ist dies ein Zeichen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Auf spiritueller Ebene stellen sie dieses Gleichgewicht wieder her – nie würden sie gegen die Natur kämpfen.

DIE BOTSCHAFT DER KOGI

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„Wir sind da, um dieses Gebirge zu beschützen,
denn so beschützen wir die Erde und die Welt.
Alle Gebirge liegen im Sterben, denn der Kleine Bruder zerstört sie,
indem er Kohle und Öl daraus hervorholt und die Erde überwärmt.
Wir sind dafür nicht verantwortlich, aber wir leiden darunter.

Wir sind die Großen Brüder,
es liegt in unserer Verantwortung,
über die Erde und die Welt zu wachen.
Wir müssen das Gleichgewicht bewahren,
und wir führen dafür die ganze spirituelle und geistige Arbeit aus.

Wir sind traurig, zu sehen,
dass nicht alle Menschengruppen das tun, was sie tun sollten,
um die Erde zu achten.
Wir brauchen den Kleinen Bruder, damit er uns hilft.

Ihr müsst die Erde und die Welt verstehen lernen.
Der Kleine Bruder muss uns helfen, unsere Erde wieder zurückzuerhalten.
Helft uns, das Herz der Welt zu schützen!“