Natur Retreat

Wir gehen mit Ihren Führungskräften in den Wald.

Wald

Sind Menschen Maschinen, die aus kleinen Zahnrädern, Motoren, Ketten, Batterien und einen Steuerchip bestehen? Sind Organisationen die Summe vieler dieser Maschinen?

Oder gleichen sie eher der kleinen Blumenwiese im Wald? Der alten, vernarbten Eiche zwischen all den jungen Bäumen, unter die ich mich gelegentlich setze, wenn ich nachdenken möchte? Je länger ich hinschaue, desto komplexer wird das beobachtete System. Da wachsen hier und da kleine Pilze auf der Rinde, Schnecken kriechen auch noch im November auf ihr herum. An zwei Stellen kommen Stacheldrahtenden aus dem Baum heraus, eine uralte Verletzung, die ihn nicht an seinem Wachstum gehindert hat. Wilder Efeu hat die Eiche in Teilen schon überrankt, irgendwann wird sie keinen Raum zum atmen mehr haben. Es ist wohl Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet dieser Efeu gut gegen Bronchitis und erkältungsbedingte Atemnot ist. Hinter mir höre ich das leise Plätschern des Baches, der manchmal zum Rinnsal, dann aber auch wieder zum kleinen Fluss wird. Im Efeu wiederum leben unzählige Kleintiere, im Laub auf dem Boden weitere, die plötzlich davonlaufen, sobald ich darin wühle. Plötzlich huscht etwas mausgroßes direkt zwischen meinen Füßen hindurch; so schnell, dass ich nicht erkennen konnte, was es war.

Ist dieses Bild nicht viel treffender für unsere Unternehmen, für das Funktionieren einer Organisation, als ein Uhrwerk? Warum also arbeiten viele Unternehmen in der Personal- und Organisationsentwicklung und insbesondere in der Führung noch immer so, als ob dieses alte mechanistische Weltbild noch Bestand hätte?

Wir alle wissen, dass es in unserer Arbeit nicht darum geht, hier ein wenig zu ölen und dort ein bisschen an einem Schräubchen zu drehen. Der Mensch ist ein selbstorganisierender Organismus, der so komplex ist, dass wir nie wissen, wie eine Intervention wirken wird. Wenn dann noch mehrere dieser komplexen “Wesen” zusammenarbeiten, liegt es auf der Hand, dass ein neuer Blickpunkt sinnvoll wäre. Der systemische, lösungsorientierte Ansatz berücksichtigt dies.

Menschen bewegen sich immer nur in die Richtung, in die sie schauen – in diesem Falle natürlich.