Facilitation

Konferenz

Facilitation bezeichnet einen Weg, Teams und Unternehmen dabei zu unterstützen, Ziele zu definieren und zu erreichen, ohne sich selbst einer teilnehmenden Partei zuzuordnen. Dabei bewegt es sich im Grenzbereich zwischen Moderation, Prozessbegleitung und Organisationsentwicklung.

Der Facilitator unterstützt die Gruppe in der Erreichung von Konsens in Bezug auf die im Gruppenprozess relevanten Themenbereiche. Alle Teilnehmer werden an der Ideenentwicklung und Entscheidungsfindung beteiligt. Damit wird gemeinsam eine tragfähige Basis für zukünftigen Erfolg geschaffen.

“Teilnehmer” meint jeden aus dem Unternehmen, der etwas beitragen möchte, klassische Hierarchien sind dabei unwichtig. Die Bündelung von individuellen Fähigkeiten und Ressourcen im Hinblick auf gemeinsame Ziele schafft neue Energien und Kräfte, die auch bei kritischen Themen zu tragfähigen Lösungen führen. Ist in einem Gruppenprozess kein Konsens erreichbar, so wird die Gruppe durch Schaffung eines verständnisvollen Rahmens durch einen Klärungsprozess der divergierenden Schlüsselthemen geführt.

Der Facilitator

Die Rolle des Facilitators definiert sich als Gastgeber oder Prozessbegleiter und nicht durch aktives Einbringen von Lösungsmöglichkeiten. Ein erfolgreicher Facilitator vereint Respekt anderen gegenüber und eine aufmerksame und geübte Umgangsweise mit vielschichtigen bis hin zu kritischen Gruppenprozessen. Er ist Spezialist für effektive Veranstaltungen und Workshops jeder Größenordnung, er ist kein Experte für Inhalte, sondern für Prozesse und Wege sowie für das Öffnen und Offenhalten neuer Ergebnisräume. Er regt Dialoge an und sorgt dafür, dass der Rahmen entsprechend ist. Er fördert die Eigendynamik der Gruppe und ermöglicht
so gegenüber herkömmlichen Veranstaltungen schnellere Entwicklungen.

Die Mittel

Erkenntnistheorie und Evolutionsforschung weisen darauf hin, dass Selbstorganisation ein Kernpunkt eines jeden Systems, wozu sowohl Lebewesen,
als auch Teams und Organisationen gehören, ist. Sobald es nicht mehr um die Vermittlung von Fachwissen geht, sind herkömmliche Moderationstechniken dem Facilitation unterlegen. Facilitation steht für eine Leichtigkeit im Workshop, für Selbstverständlichkeit, Nachhaltigkeit und Partizipation.

Ziel

Das Ziel eines Facilitation-Prozesses ist es, Potenziale in Teams zu wecken und
einvernehmliche Lösungen zu erarbeiten.

Der Ursprung

Facilitation geht auf einen Konsens-Prozess der amerikanischen Quäker zurück, die
bereits vor über 300 Jahren damit arbeiteten, weiterentwickelt wurde die Methode u.a. durch die Arbeit von Salomon Asch und Kurt Lewin.